Alles eine Sache der Sicht

 

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Sie grundsätzlich das Leben ansehen? Sehen Sie mehr die negativen Dinge oder erfreuen Sie sich eher an den positiven Ereignissen um Sie herum?

 

Ich frage Sie dies, weil es sehr wichtig ist, wie Ihre Grundeinstellung ist. Je nach dem wie diese ist, verläuft auch Ihr Leben.

 

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schauen Sie sich aus einer gewissen Distanz an:

 

  • Wie verläuft so ein typischer Tag bei Ihnen: Ist der Tag bereits am Morgen Mist oder gehen Sie den Tag eher gut gelaunt an?
  • Wie sind die meisten Erfahrungen, die Sie machen: eher positiv oder negativ?
  • Sind Sie oft froh, wenn der Tag vorbei ist?

 

Seien Sie bitte ehrlich bei dieser Selbstschau, Sie würden nur sich selber belügen und verpassten die Chance, Ihrem Leben einen positiven Touch zu geben.

 

Na, sind Sie zu einem Ergebnis gekommen?

 

Zu welcher Sorte Mensch gehören Sie?

 

Ist bei Ihnen das Glas halbvoll oder halbleer?

 

Vor vielen Jahren hat mein damaliger Mann zu mir gesagt: Bei Dir ist das Glas immer halbleer. Worauf ich sagte, dass dies doch egal sei. Es stimme doch beides!

 

Falsch und richtig.

 

Zu diesem Zeitpunkt habe ich sehr viele negative Erfahrungen gemacht. Meine Grundeinstellung war in etwa die, dass man überall aufpassen und vorsichtig sein muss. Und Schuld sind sowieso immer alle anderen, nur nicht ich selber. Mein Motto war: wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht. Ich sagte dies zwar jeweils mit einem Lächeln, aber dieser Satz war Programm. Und irgendwie fand ich diesen Spruch auch toll.

 

Wie sehr zeigt folgendes Ereignis: die Geburt meiner Tochter endete in einem Notfallkaiserschnitt. Der Ausspruch meiner Mutter danach, war wie folgt: "Typisch Brigitte, wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht!" Sie hatte den Nagel voll auf den Kopf getroffen...

 

Dieses Motto zog sich sicher 3/4 meines Lebens hindurch. Bis ich begriff, dass ich die Sicht auf mein Leben ändern musste, wenn ich etwas Schöneres und meiner Meinung nach Besseres erleben wollte.

 

Viele Menschen bezeichnen sich als Realisten. Die Meisten sind aber eher Pessimisten als Realisten, da Sie zuerst immer das Negative sehen. Das ist sehr schade, denn sie tun sich und ihrer Familie keinen Gefallen.

 

Schauen Sie sich unter Ihren Bekannten und Verwandten einmal um: wie ist deren Einstellung und was erleben sie so in ihrem Leben? Kennen Sie Menschen, bei denen praktisch alles schief geht? Wie ist deren Einstellung? Ängstlich? Oder kennen Sie vielleicht Personen, denen fast alles glückt? Sind das vielleicht eher fröhliche Menschen, die das Leben leicht nehmen?

 

Die Frage stellt sich nun, was war zuerst: die positive Grundeinstellung oder die schönen Ereignisse? Was meinen Sie?

 

Ganz klar die positive Grundeinstellung!

 

Ohne die werden Sie zwar ab und zu schöne Erlebnisse in Ihrem Leben haben, aber es wird nie zur Beständigkeit führen. Weshalb? Wegen dem Gesetzt der Anziehung (siehe Blog vom 23.5.2010). Alles, was Sie denken oder tun, senden Sie hinaus ins Universum. Das wirkt wie ein Magnet und Sie bekommen mehr davon geliefert.

 

Jetzt sagen Sie sicher, ich kann doch nicht alles super schön finden und mich über irgendwelche doofe Blümchen freuen, wenn mein Mann gerade seinen Job verloren hat, und wir nicht wissen, wie es weitergehen soll.

 

Wollen Sie die Wahrheit hören?

 

Doch, Sie sollten. Denn genau dieses Denken, das Sie bis anhin hatten, hat Sie in diese Situation gebracht. Wenn Sie das alles nicht mehr möchten, müssen Sie etwas ändern.

 

Ich meine damit nicht, dass Sie nun halbfliegend mit einem verklärten Blick in der Gegend rumlaufen und die Realität gar nicht mehr sehen sollen. Aber es macht Sie zu keinem besseren oder verantwortungsbewussteren Menschen, wenn Sie sich nonstop Sorgen machen. Im Gegenteil, Sie ziehen nur noch mehr davon an.

 

Erwarten Sie etwas Positives. Seien Sie offen für Neues...

 

Sie haben sicher auch schon erlebt, dass ein vermeintlicher Verlust zu etwas Besserem geführt hat. Vielleicht könnte es ja sein, dass Ihr Mann schlussendlich einen viel interessanteren und sogar besser bezahlten Job findet, als er vorher hatte.

 

Stellen Sie sich lieber das vor und seien Sie zuversichtlich. Sie müssen nicht wie ein Hippie aus der 60er Jahren vor Freude in der Gegend rumhüpfen. Das würde wohl eher die Leute in Ihrer Umgebung dazu veranlassen, Sie eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen ;-) Aber schauen Sie sich die Situation aus der Warte des halbvollen Glases an... 

                

"Ob Sie denken, dass Sie können,

oder ob Sie denken, dass Sie nicht können -

es ist beides richtig."

 

Henry Ford

                              

Diesen Satz sollten Sie nie vergessen, da er exakt beschreibt, wie das Leben funktioniert. Ihr Glauben bestimmt was Sie erleben. Genauso wie beides wahr ist: das Glas ist halbleer, aber auch halbvoll.

 

Also, wofür entscheiden Sie sich?

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